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Standardmodell

Buchmesse in Leipzig vom 14. - 17. März 2013
A K V Arbeitskreis Kleinere Verlage im Börsenverein des Deutschen Buchhandels

Antiquiertes »Standardmodell der Elementarteilchenphysik«

"Das Standardmodell der Elementarteilchenphysik (SM) ist eine physikalische Theorie, welche die bekannten Elementarteilchen und die Wechselwirkungen zwischen ihnen beschreibt. Die drei vom Standardmodell beschriebenen Wechselwirkungen sind

  • die starke Wechselwirkung,
  • die schwache Wechselwirkung und
  • die elektromagnetische Wechselwirkung.

Das SM ist eine Quantenfeldtheorie: ihre fundamentalen Objekte sind Felder in der Raumzeit (Feldtheorie), die nur in diskreten Paketen verändert werden (Quantentheorie). In einer passenden Darstellung entsprechen die diskreten Pakete gerade den beobachteten Teilchen. Das SM ist insbesondere relativistisch, d.h., es gehorcht den Gesetzen der speziellen Relativitätstheorie. Die Voraussagen des SM sind durch teilchenphysikalische Experimente recht gut bestätigt. Allerdings bezieht das SM die Gravitation nicht mit ein und kann einige Beobachtungen nicht erklären. Außerdem müssen immerhin 18 Parameter, deren Werte nicht aus der Theorie hervorgehen, anhand von experimentellen Ergebnissen festgelegt werden. Es wird dadurch recht 'biegsam', so dass es sich in einem gewissen Rahmen den tatsächlich gemachten Beobachtungen anpassen kann. Obwohl das Standardmodell die Grundlage der modernen Teilchenphysik darstellt, reicht es zur Erklärung der Welt nicht aus. Es gibt deshalb zahlreiche Bemühungen, es zu erweitern oder abzulösen (s. u. "Physik jenseits des Standardmodells").”1

An die seit rund fünfzig Jahren erfolgenden Interpretationen des Standardmodells der Teilchenphysik und die obige Selbstkritik hänge ich erst einmal Überlegungen darüber, was jeweils eigentlich unter »Teilchen« (Körperchen) zu verstehen ist.

Universelle Definition für »Teilchen«

Wikipedia formuliert: "In der Physik bezeichnet man als Teilchen einen Körper, der klein gegenüber dem Maßstab des betrachteten Systems ist. Die innere Struktur eines einzelnen Teilchens spielt dabei keine Rolle, sondern lediglich sein Verhalten als Ganzes gegenüber anderen Teilchen oder äußeren Einflüssen. Insofern sind Teilchen ideale Objekte. Oft beschränkt man sich nur auf bestimmte Eigenschaften des realen physikalischen Objekts, wie die Masse oder die elektrische Ladung, um die Wechselwirkung zu studieren, die mit dieser Eigenschaft zusammenhängt."2

Davon ist vieles, eigentlich alles richtig. Manches brauchte für mich als sprachlich direkt verständlich gar nicht besonders betont zu werden. Müßte... aber durch die 'moderne Physik' haben sich so viele Begriffskonflikte ergeben, daß man nicht mehr von einer Klarheit für Schlußfolgerungen sprechen kann.3 Am meisten Verwirrung stiftet das Folgende: "Überblick: In der Quantenmechanik wird ein Teilchen durch eine Wellenfunktion dargestellt, deren Amplitude die Aufenthaltswahrscheinlichkeit des Teilchens angibt (siehe Teilchen in der Quantenmechanik). In der Festkörperphysik redet man sowohl bei den Gitteratomen von Teilchen, als auch bei den Wellen, mit denen sich deren Anregungen über einem Grundzustand ausbreiten. Dies führt dazu, dass dabei eine Vielzahl von Erscheinungen als Teilchen idealisiert wird, deren Verhalten so anschaulicher beschrieben werden kann. So werden in der quantenphysikalischen Beschreibung die Anregungen eines Kristallgitters als Teilchen aufgefasst, beispielsweise als Polaronen, Excitonen oder Phononen. Löcher in den ansonsten voll besetzten Energiebändern der Elektronen in einem Halbleiter weisen die Charakteristika von Teilchen auf und werden wie positiv geladene Teilchen behandelt."4 Das darf jedoch nicht so weit getrieben werden, daß man die eigentliche Bedeutung des ursprünglichen Begriffs verläßt. Am krassesten nimmt sich aus, wenn man aus Verlegenheit kurzerhand als Variation auf den Begriff »Teilchen« sogar sein Gegenteil verwendet, nämlich Loch bzw. Fehlstelle.

Ich sehe nicht als unsinnig an, wenn man fachspezifisch Vereinfachungen verwendet, um anschaulicher zu sein. Aber man sollte dieses Provisorium zum Schluß nicht als allgemeingültige Erkenntnis vorgeben. Um meine neuen Ideen zur Materie darzutun, muß ich wenigstens für den engeren Begriff »Teilchen«, also für ein wirkliches, ein echtes Teilchen so festlegen, daß jeder weiß, was damit gemeint ist und was nicht. Eine pure Vibration, eine reine Welle in einem Teilchensystem, ein Loch in einem ansonsten voll besetzten Kristallgitter oder eine Fehlstelle sind jedenfalls keine Teilchen, auch nicht ersatzweise. So sind die oben erwähnten Anregungen des Kristallgitters (beispielsweise Polaronen, Excitonen oder Phononen) keine Teilchen, denn sie erstrecken sich über Gruppen von Atomen und sind deren nicht für alle identischer Sonderzustand. Wirkliche, echte Teilchen haben einen exakt bestimmbaren Ort. Den haben eine Vibration, eine Welle, ein Loch, eine Fehlstelle zwar auch; aber sie sind deshalb noch kein eigenständiges Objekt, das nach Abklingen der Vibration bzw. der Welle, nach Auffüllen des Lochs bzw. Heilung der Fehlstelle fortbesteht. So weit darf man mit einer analogen Sinnübertragung höchsten im engsten Fachbereich gehen, jedoch nicht bei der Begriffsbedeutung für definierte reale Objekte.

Gewissenhafter wird in Lexika ausgewiesen: "Teilchen, Korpuskel, Partikel, Bez. für kleine Körper (z.B. Staub-T. oder Schwebe-T. in Gasen und Flüssigkeiten), kleinste Teile von chem. Verbindungen und Elementen (Moleküle, Ionen, Atome), Bestandteile des Atoms (Atomkerne, Elektronen), und des Atomkerns (Nukleonen, d.h. Protonen und Neutronen) sowie alle Elementarteilchen. Auf die T. der zuerst genannten Art lassen sich die Gesetze der klass. Physik, insbesondere der Newtonschen Mechanik anwenden.

Die atomaren und subatomaren T. sind dagegen keine T. in diesem klass. Sinn, da auf sie die Gesetze der Quantenphysik angewendet werden müssen; ihr besonderes Verhalten zeigt sich v.a. im Welle-Teilchen-Dualismus." …

"Teilchenbild, die Darstellung eines physikal. Objekts mit Attributen eines Teilchens d.h. insbesondere als diskret, lokalisiert, auf wohl definierter Bahn sich bewegend und daher nicht interferenzfähig."5

Diese Aussagen lassen sich vom Begriff Teilchen nirgends abtrennen. Oft wird unzulässig davon ausgegangen, als gäbe es Teilchen, die keine innere Struktur hätten. Aber echte Teilchen haben immer eine innere Struktur.

Daß die Atome eines Kristallgitters eine innere Struktur besitzen, ist unstrittig. Nach der inneren Struktur von Elektronen wird gefahndet.6 Über Neutrinos weiß man zu wenig, um über eine innere Struktur nachzudenken. Welche innere Struktur aber sollten Mainstream-Physiker denn der reinen Vibration, der reinen Welle, den Anregungen im Kristallgitter (den Polaronen, Excitonen oder Phononen) zuschreiben, oder Löchern bzw. Fehlstellen?

"Je nach Betrachtungsweise kann also ein und dasselbe physikalische Objekt als Teilchen oder als System von Teilchen angesehen werden. Das gilt insbesondere für Atome, genauso aber auch für Atomkerne und auch für die Protonen und Neutronen (siehe Chemie bis Kernphysik). Die nach derzeitigem Verständnis nicht mehr aus kleineren Bestandteilen zusammengesetzten Teilchen werden als Elementarteilchen bezeichnet und im Standardmodell der Elementarteilchenphysik beschrieben (siehe Standardmodell)."7

Wiederum ist vieles durchaus richtig. Besonders für größere Teilchen (Tröpfchen, Staubkörnchen…). Aber auf das Wichtigste eines (echten) Teilchens, nämlich auf dessen unverzichtbar diskrete und lokale Existenz und Stabilität wird nicht eingegangen. Eine Reihe von Elementarteilchen (z.B. Photonen) sind nämlich strahlungsartige Objekte, die keinen stationären Ort haben, immer in Bewegung sein müssen.

Die nächste Aussage führt uns dann direkt zur Halbwertszeit, zur Aussage über alle beständigen Dinge in unsrer unmittelbaren Umgebung. Die Halbwertszeiten der Teilchen in unsrer stationär erlebten Umgebung werden in Jahren angegeben bis zu mehr als 1030 Jahren für Protonen. Wenn wir uns auf das Hauptsächliche konzentrieren, dann ist ein Teil der Elementarteilchen geradezu der Gegensatz zu echten Teilchen. Deren Stabilität und ihr ortsgebundener Aufenthalt, also ihre Halbwertszeit ist nicht Jahre, Stunden, Minuten, Sekunden, sondern bei den sog. Resonanzen allenfalls Nanosekunden, jedenfalls nichts Ortgebundenes, aus dem unsre verlässliche Umgebung besteht. Sie zählen begrifflich zur Strahlung, die – wie wir heute wissen – allerdings auch einen gewissen Teilchencharakter hat.

Das wird durch den Hinweis auf die Quantenmechanik gestützt. "In der Quantenmechanik wird ein Teilchen mit einer Wellenfunktion dargestellt (Ψ-Funktion), deren Amplitude die Aufenthaltswahrscheinlichkeit des Teilchens angibt (siehe Teilchen in der Quantenmechanik)."8 Für ein lokales echtes Teilchen (oder Partikel) braucht man keine Aufenthaltswahrscheinlichkeit. Letztere braucht man nur für nichtlokale Teilchen, also für strahlungsartige Objekte.

"Die Bezeichnung 'Korpuskel' für Teilchen ist veraltet. Die historische Diskussion zwischen Korpuskeltheorie und Wellentheorie bei der Beschreibung des Lichts und ihre Lösung im Welle-Teilchen-Dualismus ist ein möglicher Ansatzpunkt für die Auseinandersetzung mit der Quantenmechanik." Dieser Feststellung schließe ich mich an. Der Welle-Teilchen-Dualismus, der hauptsächlich auf DeBeroglie zurückgeht, bleibt auch in der »Spiralfeldtheorie« bestehen. Der Begriff 'Korpuskel' ist jedoch nicht 'veraltet'. Denn durch Einstein u.a. wurde der auf Newtons Schlußfolgerungen basierende Teilchencharakter des Lichts als erwiesen übernommen. Danach bezeichnet man wie auch immer geartete Elemente des Lichts als Korpuskeln oder an andren Stellen als Photonen und an wieder andrer Stelle als Wellenpakete.

Zusammenfassung: Die gesamte Materie des Universums besteht – wie man es auch dreht und wendet – letztlich nur aus Strahlung, nur aus zwei Arten der Entitäten des Seins. Einerseits aus elektromagnetischen Strahlungsobjekten beliebiger Frequenz - nicht nur Licht - und andererseits aus Körpern beliebiger Art und Größe. Diese beiden Seinsarten haben jeweils folgende charakteristischen Eigenschaften:

  • Strahlung zeichnet sich dadurch aus, daß sie keine Ruhmasse hat und daß sie sich ununterbrochen mit Lichtgeschwindigkeit c bewegen muß, nichtlokal ist, keinen stationären Ort hat. Strahlung hat in ihrer ununterbrochenen Bewegung mit c keine Halbwertszeit für ihre Existenz. Nach der älteren Literatur hat sie das Charakteristikum unwägbar (imponderabel) zu sein.
  • Ein Körper (auch ein 'kleiner Körper', ein Teilchen) zeichnet sich dadurch aus, daß er Ruhmasse hat und daß er sich relativ zu anderen Körpern an einem stationären Ort ruhend oder bewegt aufhalten kann, aber in Bewegung niemals die Lichtgeschwindigkeit c erreicht. Alle Atome des »Periodischen Systems der Chemischen Elemente« haben für ihre spezifische Existenz eine Halbwertszeit. Nach der älteren Literatur haben alle Körper das Charakteristikum wägbar (ponderabel) zu sein.

Zur ersten Gruppe zählen außer allen elektromagnetischen Strahlungsarten selbst auch viele sog. Elementarteilchen, die keine Ruhmasse besitzen und sich nirgends dauerhaft stationär aufhalten können.

Auf sog. Resonanzen, die sich nur für Nanosekunden aus Elementarteilchen bilden, gehe ich nicht näher ein. Sie haben eine Zwitterstellung und erfordern eine gesonderte Untersuchung.

Zur zweiten Gruppe zählen alle körperlichen Objekte in unsrer unmittelbaren Umgebung sowie alle Körper im Kosmos, von den kleinsten Teilchen des Staubes oder der Gase im kosmischen Vakuum bis zu den größten Himmelskörpern in den Galaxien. Auch im Mikrobereich zählen alle Objekte dazu, die dauerhaft stationäre Positionen einnehmen wie z.B. Moleküle, Atome, Ionen, Atomkerne und dauerhafte Subteilchen der Atomkerne wie Protonen, Neutronen, Kernelektronen…, Separatelektronen, Neutrinos sowie weitere Objekte mit nennenswerter Halbwertszeit bis zu über 1030 Jahren bei Protonen. Allen diesen Objekten ist unmöglich, die Lichtgeschwindigkeit c zu erreichen oder gar zu überschreiten.

Die Masse

Die gesamte Materie des Universums besteht also einerseits aus freier elektromagnetischer Strahlung (mit beliebiger Frequenz) und andererseits aus Körpern (von den allerwinzigsten bis zu den allergrößten). Die freie Strahlung hat weder eine Ruhmasse, noch eine Halbwertszeit für ihre Existenz. Solche Eigenschaften kann sie auch nicht haben, denn sie ruht nie, sie bewegt sich immer mit Lichtgeschwindigkeit c, und sie kann auch nicht zerfallen. Alle Körper groß und klein (bis zu winzigsten Körperchen, d.h. kleinsten echten Teilchen) haben Masse, eine innere Struktur und eine Halbwertzeit für ihren Zerfall.

Wo die Physik-Elite sucht und wie die Masse entsteht.

Die Teilchenphysik erforscht die kleinsten Dinge. Sie sucht nach der innersten Struktur von Materie, Raum und Zeit sowie nach den Gesetzen, die den fundamentalen Kräften des Universums zu Grunde liegen.9 Nach allem, was wir heute wissen, behaupten die Teilchenphysiker, sind Leptonen und Quarks die kleinsten Bausteine unserer Welt. Sie meinen, zwischen ihnen herrschen vier fundamentale Kräfte: Neben der bekannten Schwerkraft und dem Elektromagnetismus sind das die schwache Kraft, die Atomkerne radioaktiv zerfallen lässt, und die starke Kraft, durch welche die Quarks in den Nukleonen und diese in den Atomkernen zusammengehalten werden. Diese Voraussetzungen des Standardmodells der Teilchenphysik sind jedoch Irrtümer, die sich bei der Deutung experimenteller Ergebnisse eingeschlichen haben und derzeit das Denken des Mainstreams offenbar völlig beherrschen.

Diese Erkenntnisse, so die Teilchenphysiker, konnten nur gewonnen werden, weil im letzten Jahrhundert immer stärkere Mikroskope in Form großer Teilchenbeschleuniger für die Hochenergiephysik gebaut werden konnten. Die dadurch erzeugten sehr hohen Energien der Elementarteilchen waren nötig, um in die kleinsten Dimensionen unserer Welt überhaupt vordringen zu können. Jede dieser Anlagen stellt Ingenieure und Physiker vor enorme Herausforderungen. Ihr Bau war und ist deshalb immer mit vielen technologischen Innovationen verbunden. Letzteres kann man unterstreichen, aber der innersten Struktur von Materie, Raum und Zeit sowie den Gesetzen, die den fundamentalen Kräften des Universums zu Grunde liegen, hat uns das nicht näher gebracht. Ich werde zeigen: Das Universum hat keine verschiedenen, sondern nur eine einzige Art der Kraft, die sich unter verschiedenen Voraussetzungen verschieden zeigt. Das Universum hat auch keine verschiedenen Wechselwirkungen. Nach dem Spiralfeldmodell gehen alle Kräfte und alle Wechselwirkungen letzten Endes von der elektromagnetischen Strahlung aus. Schon Michael Faraday sagte uns, daß nichts existiere außer Kräften und Linien, in denen sie Wirken; und er meinte keine verschiedenen Kräfte.

Weiter aber, wie es sich der Mainstream der Teilchenphysiker vorstellt.

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Bausteine und Kräfte10

Mit dem „Standard-Modell der Teilchenphysik“ haben die Physiker ein mächtiges Werkzeug zur Hand, mit dem sich die Welt der Elementarteilchen und ihrer Wechselwirkungen erklären lässt. Doch das überaus erfolgreiche Modell lässt einige Punkte offen. Neue Ideen und Theorien wurden von den Theoretikern schon vorgeschlagen und warten auf experimentelle Bestätigung.

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Das Rauschen des LHCHTS

Die Suche nach dem Higgs-Teilchen ähnelt der Suche nach einem Sender im Autoradio. Wenn man es einschaltet, hört man zunächst nur Rauschen. Erst mit dem Durchfahren der Frequenzen ergibt sich allmählich ein Ton, der umso klarer klingt, je genauer eine ausgestrahlte Frequenz eingestellt wird. Hier - wie auch bei der Suche nach dem Higgs-Teilchen - gibt es stärkere und schwächere Signale.

Tunnel des LIHCTS.

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Trotz der großen Erkenntnisgewinne der letzten Jahrzehnte, so die Teilchenphysiker selbstkritisch, sind eine Reihe grundlegender Fragen immer noch offen: Wie erhalten die elementaren Teilchen ihre Masse, das heißt, wie kommt die Masse in unsere Welt? Was ist der Ursprung der Masse der elementaren Bausteine der Materie?

Es folgen weitere zugegebenermaßen ungeklärte Fragen, die der Leser in den Quellschriften nachlesen möge. Hier konzentriere ich mich zunächst einmal auf die eine Frage, Zitat: "Seit Peter Higgs (siehe Bild oben) und Kollegen 1964 das Higgs-Boson postulierten, sucht die Physik nach dem Teilchen." Bisher allerdings noch vergeblich.

Grundlage dafür ist das »Standard-Modell der Teilchenphysik«, von dem die meisten Physiker nicht nur in Deutschland, sondern in der ganzen Welt überzeugt zu sein scheinen. Berechtigter Einwand ist jedoch, daß viele Fragen offen bleiben. Aber nicht nur das, sondern auch die seltsame Schlußkette, daß ein nicht erwiesenes, sondern lediglich behauptetes Teilchen jene so wichtige Eigenschaft »Masse« erst erklären soll, die unbestritten alle Teilchen und Körper und kosmischen Objekte ja seit Eh und Je schon haben!?

Was Teilchen sind und was nicht, habe ich im obigen Teil dieser Schrift erörtert. Ich gehe an dieser Stelle bewußt auf die Zeit Plancks und Einsteins zurück. Der eine Teil alles Existierenden erwies sich als 'imponderabel' (unwägbar), der andere als 'ponderabel' (wägbar). Das Imponderable, das sich nicht wägen läßt, ist die Strahlung. Ihre weitere charakteristische Eigenschaft ist die ununterbrochene Mobilität. Sie muß sich immer fortbewegen. Gut, Teilchen bewegen sich auch, aber nicht immer. Von Teilchen und Körpern weiß jeder, daß sie sich an einem bestimmten Ort identifizieren lassen. Sie haben eine lokale, auch während der Bewegung lokalisierbare Position. Heute gibt es zahlreiche Experimente, wo einzelne Atome im Kristallgitter von einer Position zu einer anderen bewegt werden, oder wo ein einzelnes Atom in der Schwebe gehalten wird. Solche nachhaltig existierenden Komplexe sind echte Teilchen. Die im Collider nahe Lichtgeschwindigkeit gebrachten Mikroobjekte sind ebenfalls echte Teilchen.

Simuliertes Higgs-Teilchen 312012_HiggsSimulation_CERN_03a40822a0

Die wichtigste Frage, die bisher im Rahmen dieses Modells nicht beantwortet werden konnte, lautet: Woher erhalten die Elementarteilchen ihre Masse?

Aber Strahlungskonzentrate, die bei Aufprall und Zerstörung echter Teilchen (Protonen) oder bei Atombombenexplosionen auftreten und keine dauerhafte Existenz an einer exakten Position hinterlassen, sind keine echten Teilchen, sonder eine möglicherweise besonders extreme Energiekonzentration von Strahlung; auch nicht, wenn die auftretende Energie der Menge entspricht, die als Energieinhalt für das prognostizierte Higgs-Teilchen erwartet wird.

Auf mystische Weise kann man keine Strahlung dazu bringen, eine lokale Existenz anzunehmen, aber auf eine einfachere Art schon. Dazu müssen Strahlen um ein Zentrum gekrümmt in sich selbst kreisen. Das wird überall dort möglich, wo eine extreme Felddichte herrscht und wo Strahlen ihr eigenes Ende erreichen und dort phasengenau andocken können. Das gilt nicht nur in Atomkernen und hat nichts mit den angestrebten Higgs-Bosonen zu tun.

Masse entsteht genau in dem Augenblick, wenn Strahlung gezwungen wird, um ein Zentrum zu kreisen und dabei an einem Ort zu verweilen. Die Natur schafft das in den Zentren exotischer Himmelskörper (in Quasaren, Neutronensternen, Schwarzer Löcher oder wo auch immer…) dort, wo die Strahlung bei extremster Felddichte nicht entweichen kann. Darüber habe ich in meinen Arbeiten seit Ende der 80er Jahre geschrieben. Ein positives Echo unterblieb, als seien meine Überlegungen vom Vakuum verschluckt.

Einige Probleme erübrigen sich durch die Reduktion der obigen zur Erklärung der der Geschehnisse im Universum angeblich notwendigen vier verschiedenen Kräfte auf eine einzige Kraft. Sie hat ihre Quelle seitlich an allen elektromagnetischen Einzelstrahlen (Monostrahlen, Photonen, Drehfeldern, Wellenpaketen oder wie auch immer bezeichnet). Jeder einzelne Strahl beliebiger Frequenz besteht aus einer Vielzahl von Rotationen (Windungen, Steigungen, Schlaufen) zu je einem Wirkungsquantum h. Die Stärke dieser Kraft ist direkt proportional zur Anzahl der Rotationen, zur Windungszahl. Die winzige Einzelkraft jeder Windung überlagern sich im Sinne der Gesetze Newtons zu einer gemeinschaftlichen Anziehungskraft des Stranges und im grö0eren Rahmen zur Schwerkraft, zur Gravitation.

Langwellige Strahlen haben im Vergleich zu kurzwelligen pro Längeneinheit des Strahls weniger Windungen. Die seitliche Gesamtkraft wächst also mit der Frequenz, weil mit immer höherer Frequenz immer mehr Windungen mit je einem Wirkungsquanten h passen. Wenn wir diese Erkenntnis auf die Volumeneinheit im Atomkern anwenden, so steigert sich die auftretende Gesamtkraft bei Röntgen- und Gammastrahlen extrem. Aber man braucht keine neue Kraftart einzuführen.

Leptonen und Quarks sind zwar prinzipiell anders aufgebaut als oben dargestellt. Trotzdem sind Leptonen und Quarks tatsächlich winzig kleine Bausteine des Universums. Das ist richtig. Sie sind jedoch nicht die kleinsten Bausteine unserer Welt. Es gibt noch kleinere. Räumlich betrachtet ist die Einzelwindung des elektromagnetischen Strahls mit der höchsten Frequenz der kleinste Baustein im Universum, in welchem genau der Energieinhalt eines Wirkungsquantum h steckt; und energetisch betrachtet ist der kleinste Baustein im Universum das Wirkungsquantum h selbst.

Grundlegend kann ich sagen: Die ungelösten Probleme der Physik und der Naturwissenschaften werden sich auf eine ganz andre Art lösen, als der Mainstream der Physiker, insbesondere der Teilchenphysiker das erwartet.

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  • 1 Zitat aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie. Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Standardmodell (Begriffsklärung) aufgeführt.
  • 2 Zitat aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie. Dieser Artikel befasst sich mit "Teilchen in der Physik". Für weitere Bedeutungen siehe Teil (Begriffsklärung).
  • 3 Gottfried Wilhelm Leibniz würde diesen Zustand als verworren ansehen.
  • 4 Zitat aus Wikipedia "Teilchen"
  • 5 Brockhaus Enzyklopädie, Bd. 21, S.689
  • 6 Gerd Rudlof/Heinz Ulbricht:  "Die experimentelle Untersuchung der Struktur des Vorgangs »Elektron« stellt nach Röseberg ein physikalisches Problem der fernen Zukunft dar." Ulrich Röseberg:  ›Philosophischer Atomismus und moderne Hochenergiephysik‹, Seminar theoretische Physik, Sitzungsber. Nr. 8, Dresden 1980, Seite 12 Rennert / Schmiedel / Weißmantel: „Es gibt keine Hinweise auf die Struktur der Elektronen. Auch über den Ursprung der Ladung ist nichts bekannt.” [249], 1988, Seite 276
  • 7 Zitat aus Wikipedia "Teilchen"
  • 8 Ebenda
  • 9 Quelle: CERN Themenbereich Forschung, Hochenergiephysik, Was die Welt im Innersten zusammenhält (04.07.2012)
  • 10 Quellen: Welt der Physik und Bundesministerium für Bildung und Forschung

 

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