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HIGGS-Boson

Buchmesse in Leipzig vom 14. - 17. März 2013
A K V Arbeitskreis Kleinere Verlage im Börsenverein des Deutschen Buchhandels

Was bringen Higgs Teilchen?

"Geld regiert die Welt", hörte ich in den 30ern vom Grossvater. Seitdem hat sich viel verändert. Manches aber nicht. Milliarden für die Frage: "Woher nimmt die Materie ihre Masse?" Will man die Natur korrumpieren? Das funktioniert nicht. Die Natur bleibt, wie sie ist. Die Gemeinde der Physiker stellt ihre Fragen mit riesigen "Erkenntnismaschinen". Überall in der Welt. Nun auch besonders intensiv in Europa in Genf. Wem solche Mammutmaschinen und Gigantic-Computer nicht zu Diensten sind, sollte einpacken. Das ist teuer. Dafür aber gibt es Geld, viel Geld. Grosses ist eines Versuches wert. Wie in der Politik. Grosses bekommt grosse Schirme. Kleines mag im Regen stehen. In die unterirdischen Röhren für aufeinander zu jagende Protonen kommt kein Regen, darf nicht einmal Luft kommen. Das erhöht die Spannung des Wartens, bis wieder Schwärme von Teilchen auf Lichtspeed beschleunigt gegeneinander stürmen. Irgendwann – so ist die Hoffnung - werden zwei irrsinnig stabile Protonen1 frontal aufeinandertreffen und sich gegenseitig zerschmettern. Das muss unter Myriaden von Kollateralereignissen herausgefiltert werden. Denn damit soll das geheimnisvolle Higgs-Teilchen auf den Plan treten. Im Überschwang der Vorfreude treiben Blüten. Die Higgs-Partikel avanciert zum "Gottesteilchen".

Haben Sie eine Ahnung, wie ein tatsächlich aufblitzendes Teilchen allen übrigen Teilchen Masse einhaucht? Woran soll es erkennbar sein? Woher wussten und wissen all die anderen Teilchen und Körper und Planeten und Gestirne und Galaxien davon? Sie haben doch alle ihre Masse. Schon immer.

Sie tippen auf big-bang-like, antimaterisch und schwarzloch-hungrig? Das kann doch aber gefährlich werden? Apokalypse anders: Nicht banal durch Asteroideneinschlag wie vor 65 Millionen Jahren2 oder ähnlich den Einschlägen jüngst auf dem Jupiter?3 Grausamkeiten der Natur kann niemand bestreiten! Die Medien zeigen uns das. Bis wir selbst verwickelt sind. Aber die Natur folgt keiner Phantasterei, eher verwerflichem Tun. Auch das zeigen die Medien.

Eigentlich ist das doch genug. Verteufeln wir nicht auch noch die physikalischen Experimente. Im LHC wird keine Apokalypse gestartet. Kein inszenierter Urknall wird unsren Blauen Planeten wegstrahlen. Kein Antimateriestrom wird die reale Materie annihilieren. Kein schwarzes Miniloch wird Genf samt näherer und fernerer Umgebung in sich hinein stülpen. "Was aber soll uns das Higgs-Teilchen bescheren?" Ich versteh nicht. Nur: Noch nicht? Ich lass mich überraschen.

Wie sich Masse manifestiert, wird das Higgs-Teilchen mit absoluter Sicherheit nicht verraten, nicht verraten können. Das Prinzip, Masse zu erzeugen, gilt gleichermassen im ganzen Universum. Man findet es ohne Mammutmaschine.

Jegliche Strahlung bewegt sich immer mit Lichtgeschwindigkeit. Steht nie still. Kann nie stillstehen. Ist folglich nirgends ortsgebunden, ist nichtlokal, wie die Quantenphysik formuliert. Lokalität und Masse entstehen in Selbstprozessen (Ringprozessen, Kreisprozessen) aus freier Strahlung, wenn diese um ein Zentrum in sich selbst umläuft. Kernlose Teilchen (Elektronen, Neutrinos, Subteilchen des Atomkerns) entstehen unter erforderlichen Umständen in einem Schritt. Notwendig sind extreme Felddichten, die den einzelnen Strahl um 360 Winkelgrade biegen, damit er nach meinem Postulat (3) am eigenen Ende phasengenau andocken kann. Atome entstehen in einer Mehrzahl von Schritten in exotischen kosmischen Objekte mit maximaler Massendichte4 in deren Zentren.

Das Higgs-Teilchen – wenn es denn gefunden wird – wäre ein weiteres Teilchen unter den vielen, die wir kennen. Ein seltenes vielleicht mit ganz besonderen Eigenschaften. Ich bin neugierig, welche Spezifika es hätte. Die Mehrzahl der im LHC ablaufenden Prozesse ist allerdings erst einmal von den Betreibern vorausgesehen nichtlokal, also strahlungsartig.

Schon das Auffinden des Higgs-Teilchens erfordert gewaltige Anstrengungen von Tausenden Wissenschaftlern, Ingenieuren und anderen Fachleuten. Was aber, wenn es sich bildet? Welche Halbwertszeit wird es haben: Nanosekunden, Minuten, Stunden, Jahre? Nur bei ausreichender Stabilität kann man damit experimentieren. Wie viel Zeit braucht man, bis eine analysierbare Menge isoliert ist? Der Stab des LHC ist nicht zu beneiden. Mir kommt das teure Unterfangen ein bisschen vor wie Alchimie. Wie teuer wäre nur ein Milligramm Higgs-Materie. Das Higgs-Boson müsste Wunder vollbringen können, um sein Preis-Leistungsverhältnis zu rechtfertigen. Dazu fällt mir nur ein: Es müsste die Kernfusion voranbringen, um damit den anfallenden Atommüll entscheidend zu verringern.

1 Halbwertszeit >1030 Jahre, also viel beständiger als das Universum selbst mit 13,7 Milliarden Jahren sein soll.
2 Vermuteter Einschlag eines Planetoiden mit etwa 10 km Durchmesser in Mittelamerika.
3 1994 Shoemaker-Levy 9. Der sichtbare Einschlag entsprach dem Durchmesser der Erde.
4 Albert Einstein
: "Bei allen bisher erlangten Lösungen gibt es einen Zustand des Systems, in welchem die Metrik singulär wird (G = 0) und die Dichte unendlich."

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